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Verkehrsunfallrecht

Der Anwalt – Ihr gutes Recht

Bedienen Sie sich im Fall eines Unfalls professioneller anwaltlicher Hilfe und überlassen Sie nicht der Versicherung die Kontrolle! Die Versicherungswirtschaft ist in den letzten Jahren immer weiter dazu übergegangen durch aggressives „Schadensmanagement“ unmittelbar nach einem Unfall mit scheinbar verlockenden „Serviceleistungen“ an den Geschädigten heranzutreten, indem schnell eigene Gutachter, Werkstätten oder Mietwagenfirmen vermittelt werden. Hier ist Vorsicht geboten: Denn selbstverständlich dient das, was für Sie wie eine willkommene Dienstleistung aussehen soll, ausschliesslich den Interessen der Versicherer.

Sie haben als Geschädigter nicht nur das Recht, sich den Sachverständigen, der Ihr Fahrzeug begutachten soll frei zu wählen sondern sind selbstverständlich auch frei in Ihrer Entscheidung, ob und ggf wo Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen und ob Sie einen Mietwagen nehmen oder lieber für die Ausfallzeit Nutzungsausfallentschädigung (je nach Fahrzeugklasse bis zu ca EUR 170/Tag) beanspruchen.

Als Geschädigter haben Sie auch das Recht, die Schadensabwicklung gegenüber der Versicherung – also sämtlichen Schriftverkehr – von Anfang an (also nicht erst wenn es Probleme gibt) durch einen spezialisierten Rechtsanwalt durchführen zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass die Schadensregulierung von Anfang an an Ihrer individuellen Interessenlage ausgerichtet werden kann. Denn es kann durchaus einen Unterschied machen, ob Sie „fiktiv“ – also auf Gutachtenbasis – abrechnen möchten oder ob Sie Ihr Fahrzeug nach Möglichkeit reparieren lassen oder gar verkaufen wollen. Je nach dem gilt es ggf unterschiedlich vorzugehen und einige Dinge zu beachten, damit Sie optimalen Schadensersatz erlangen. Insb. wenn ein wirtschaftlicher Totalschaden im Raum steht, kann durch eine frühe optimale Beratung oft mehrere hundert Euro mehr an Schadensersatz realisiert werden.

Da die Anwaltskosten ebenfalls (so wie auch die Gutachterkosten) als Teil Ihres Schadens gelten und direkt mit den Versicherungen abgerechnet werden, ist unsere Tätigkeit für Sie bei einem unverschuldeten Unfall kostenlos. Aber auch wenn Sie eine Teilschuld treffen sollte, müssen Sie nichts bezahlen: Denn unser Honorar bestimmt sich immer nur nach dem Betrag, den die Versicherung Ihnen letztendlich auch zahlt: Je mehr Sie erhalten, desto mehr verdienen auch wir.

Lediglich in den Fällen, in denen die Versicherung aussergerichtlich nichts bezahlt und geklagt werden müsste, würden für Sie Kosten anfallen. Dies ist jedoch vergleichsweise selten nötig. Auch klären wir Sie selbstverständlich rechtzeitig hierrüber auf, bevor etwaige Kosten anfallen. Sie entscheiden dann, ob Sie den Rechtsstreit führen möchten oder nicht. Sofern Sie eine Rechtsschutzversicherung haben kümmern wir uns für Sie auch um Deckungszusage und sorgen dafür, dass Ihnen auch im Prozessfall kein Kostenrisiko entsteht.

Was steht mir nach einem Unfall im Einzelnen zu?

Zunächst haben Sie Anspruch auf Ersatz Ihres Fahrzeugschadens. Ob Sie hierbei Anspruch auf volle Übernahme der (fiktiven oder tatsächlichen) Reparaturkosten haben oder den Zeitwert, ggf abzüglich eines etwaigen Restwerts, ersetzt bekommen, hängt von mehreren Faktoren ab. Auch kommt es immer auf den Einzelfall an, welche Abrechnungsmethode für Sie im konkreten Fall am günstigsten ist. Basis ist insofern immer zunächst das Schadensgutachten. Auch ob die Versicherung ggf kalkulierte Stundensätze kürzen darf oder nicht, bestimmt sich z.B. danach, ob Ihr Fahrzeug älter als 3 Jahre ist und ob Sie es stets in einer Markenwerkstatt haben warten lassen. Auch ob Sie nur die Nettorepararturkosten oder aber die vollen Kosten incl. der Mehrwertsteuerbeträge geltendmachen können hängt von mehreren Umständen ab.

Ihr Schadensersatzanspruch umfasst aber nicht nur den reinen Fahrzeugschaden:

Vielmehr haben Sie – natürlich neben dem Ersatz von Gutachterkosten – ggf auch Anspruch auf z.B. Abschleppkosten, Umbaukosten, Wertminderung und Nutzungsausfallentschädigung oder Mietwagenkosten. Gerade wenn Sie einen Mietwagen benötigen gilt es ein paar Punkte zu beachten, damit Sie nicht auf Kosten „sitzen bleiben“: So dürfen Sie z.B. immer nur eine Wagenklasse unterhalb Ihrer eigenen Fahrzeugklasse anmieten. Augen auf auch bei der Tarifwahl: Fahrzeugvermieter versuchen häufig Ihnen Wägen zum sog. „Unfallersatztarif“ zu vermieten. Diese Tarife sind jedoch deutlich teurer als der Normaltarif und werden von den Versicherungen regelmässig nicht übernommen! Manchmal kann es auch günstiger sein, die Mietwagenrechnung privat zu bezahlen und ggü der Versicherung nur Nutzungsausfallentschädigung abzurechnen. Auch hinsichtlich der Mietdauer gibt es mehrerlei zu beachten: Sie dürfen den Mietwagen nicht immer und ohne weiteres für die gesamte Ausfallzeit beanspruchen.

Körperschaden und Schmerzensgeld

Sind Sie bei einem Unfall verletzt worden, haben Sie Anspruch auf Schmerzensgeld. Die Höhe wird massgeblich durch den Bericht Ihrer behandelnden Ärzte bestimmt. Neben der konkreten Diagnose ist die Dauer der Arbeitsunfähigkeit das wichtigste Bemessungskriterium. Daher ist es ratsam, in jedem Fall einen Arzt aufzusuchen und die Behandlung fortzuführen bis sämtliche Beschwerden wirklich vollständig abgeklungen sind – auch wenn Sie sich „eigentlich“ bereits wieder einsatzfähig fühlen. Sind Sie privat krankenversichert, können Sie auch die Behandlungskosten von der gegnerischen Versicherung erstattet verlangen – was wegen etwaigen vertraglichen Selbstbehalten oder Schadensfreiheitsrabatten in der privaten Krankenversicherung meist der günstigere Weg ist.

Die zu zahlenden Schmerzensgeldbeträge sind in Deutschland vergleichsweise niedrig. Es gibt jedoch weitere, teils wenig bekannte Schadensersatzansprüche, mit denen die relativ geringen Schmerzensgelder kompensiert werden können:

So umfasst Ihr Schadensersatzsanspruch beispielsweise auch Umbaukosten, wenn etwa bei einer dauerhaften Beeinträchtigung oder Behinderung Ihre Wohnung oder Ihr Auto behindertengerecht umgerüstet werden muss. Auch ist Verdienstausfall oder entgangener Gewinn zu erstatten, wenn Sie nicht mehr (oder nur noch eingeschränkt) in Ihrem alten Beruf arbeiten können. Auch Fahrtkosten Ihrer Angehörigen für Besuche in Kliniken oder Reha-Einrichtung sind erstattungsfähig.

Nicht zuletzt haben Sie grundsätzlich einen Anspruch auf Entschädigung für eingeschränkte Haushaltsführung (sog. „Haushaltsführungs-“ oder fiktiver „Haushaltshilfeschaden“) – und zwar auch dann, wenn Sie keinerlei Haushaltshilfe beschäftigen. Hier können insb. bei längerfristigem Ausfall ganz erhebliche Beträge anfallen.